Methodik. Viertelstundenpreise DE-LU (Day-Ahead) und die gemessene deutsche PV-Einspeisung des Zeitraums, auf Ihre Anlagengröße und Ihren Jahresertrag skaliert; Haushaltslast nach BDEW-Profil H25. Der Speicher wird je Kalendermonat optimal gefahren: Er nimmt PV-Überschuss dann auf, wenn er am wenigsten wert ist — bei negativem Preis, statt abzuregeln —, und gibt ihn dort ab, wo er am meisten bringt: abends ins Haus oder zum Spitzenpreis ins Netz. Mit Graustromhandel darf er zusätzlich aus dem Netz laden; bewertet wird jede Kilowattstunde so, wie sie im Formelsatz wirkt. Je Kalendermonat wird mit und ohne Handel gerechnet und die bessere Variante behalten. Jede Kilowattstunde trägt dabei alle Kosten, die an ihr hängen: Speicherverschleiß (Speicherpreis ÷ Vollzyklen) auf jede abgegebene kWh, der Aufschlag des Stromtarifs in der jeweiligen Viertelstunde, das Direktvermarktungsentgelt und der Standby von Speicher und Wechselrichter, der über den Speicherzähler läuft. Wechselrichter- bzw. Anschlussleistung begrenzen Einspeisung und Netzladen. Aus den so entstehenden Zählerwerten Z1 und Z2 ergeben sich die Formeln (1) bis (33) der Anlage 1 je Kalendermonat. Bei negativem Preis wird PV-Überschuss abgeregelt.
Wichtig zur Saldierung. Was der Speicher ins Netz zurückspeist, gilt zuerst als Solarstrom aus dem Speicher — Formel (15) zieht den gesamten PV-Anteil der Speicherabgabe des Monats ab, auch den, der abends ins Haus ging. Saldiert und erstattet wird nur, was darüber hinausgeht (16). Wer den Speicher abends für den Haushalt nutzt, bekommt deshalb im Sommer kaum Graustrom-Erstattung; der zurückgespeiste Strom erhält dann die Marktprämie.
Vergleich mit der Pauschaloption. Die Pauschaloption rechnet je Kalenderjahr (Anlage 2, P1 bis P15; für einen Zeitraum unter einem Jahr Grenzen und PV-Ertrag anteilig nach dem typischen Jahresverlauf der Solarerzeugung, nicht nach Kalendertagen) und bekommt deshalb eine eigene Fahrweise: Über der Erstattungsschwelle P4 wird jede eingespeiste Kilowattstunde mit einer bezogenen verrechnet, über P1 gibt es keine Marktprämie mehr. Weil erst das Ergebnis zeigt, wo man landet, wird die Fahrweise für eine angenommene Lage optimiert und mit der tatsächlich erreichten Lage nachgerechnet. Jede Variante wird nach den echten Formeln bewertet, zusammen mit „ohne Graustrom“ und „wie die Abgrenzung“ — die beste zählt. Über 30 kWp gibt es die Pauschaloption nicht. „Strom-Saldo" sind Einnahmen aus Einspeisung, Marktprämie und Erstattungen abzüglich der Bezugskosten — kein Gewinn der Anlage, aber der Unterschied zwischen den Optionen ist genau das, was die Wahl ausmacht.
Abgleich mit einer echten Anlage. 29,7 kWp, Speicher 43 → 60 → 77 kWh, gemessener Wirkungsgrad 0,83, 01.01.–13.10.2026, PV und Verbrauch je Monat auf die Messwerte gesetzt: Aus dem Speicher ins Netz rechnet der Rechner 5.890 kWh für 1.240 €, gemessen 6.050 kWh für 1.240 €. Insgesamt 2.040 € Börsenerlös gegen 1.830 € gemessen — der Unterschied ist fast ganz Solarstrom, den die echte Anlage bei negativen Preisen abregelt. Der Wirkungsgrad ist der größte Hebel: Mit 0,90 statt 0,83 läge der Börsenerlös 18 % zu hoch.
Grenzen. Der Rechner plant jeden Tag bis zum Ende des Folgetags mit bekannten Preisen und bekannter Erzeugung; eine echte Steuerung arbeitet mit Prognosen. Die PV-Kurve ist der bundesweite Durchschnitt — er glättet trübe Tage, weil irgendwo immer die Sonne scheint; eine einzelne Anlage hat schwankendere Tage, bezieht deshalb im Winter mehr aus dem Netz, als hier steht. Perfekte Kenntnis der Tagespreise, ein Haushalts-Standardprofil statt Ihres Lastgangs, nur Basisfall A1 (ohne Ladepunkt), Modul 3 mit den Zeitfenstern von Netze BW. Grundlage: Anlage 1 und 2 zum
Beschluss 618-25-02 der Bundesnetzagentur vom 01.10.2026. Unverbindliche Modellrechnung, keine Rechts- oder Steuerberatung.