Graustrom-Speicher

Was verdient ein Speicher ohne eigene PV, der Strom aus dem Netz kauft und zu teureren Viertelstunden zurückverkauft? Gerechnet wird mit den echten Day-Ahead-Preisen (DE-LU, Viertelstunden), deiner Speichergröße und deiner Anschlussleistung. Die Leistung legt fest, wie lange das Ein- und Ausspeichern dauert und damit, wie viele günstige und teure Viertelstunden der Speicher tatsächlich nutzen kann.

Geltungsbereich: reiner Netzspeicher (sonstige Direktvermarktung, §21a EEG). Er hat keine Marktprämie zu schützen, deshalb gelten weder die 500-kWh/kWp-Grenze noch eine Saldierung. Beim Netzbezug entfallen Netzentgelt (§118 Abs. 6 EnWG), Stromsteuer (§5 StromStG) und Umlagen (§21 EnFG). Es bleiben Spot, Lieferantenaufschlag und Konzessionsabgabe. Für einen Speicher an einer PV-Anlage nimm den DV-Rechner oder den MiSpeL-Rechner.

Standalone-Speicher echte Börsenpreise

Netz → Akku → Netz, Tag für Tag über den gewählten Zeitraum gerechnet.

Laden voll–
Entladen voll–
C-Rate–
Die Anschlussleistung begrenzt Laden und Entladen je Viertelstunde. Ein kleiner Anschluss an einem großen Speicher braucht viele Viertelstunden zum Füllen und Leeren und muss dafür auch weniger günstige bzw. weniger teure Viertelstunden mitnehmen.
Frei wählbar ab 2020. Gerechnet wird genau dieser Zeitraum; „pro Jahr“ ist auf 365 Tage hochgerechnet.
Ladezyklen je Tag
Weitere Annahmen
davor: Nacht-Laden
Morgen-Verkauf bis hier
Mittag-Laden bis hier, danach Verkauf bis 24 Uhr
2 = wie im DV-Rechner
Rohertrag pro Jahr (Umsatz − Einkauf, hochgerechnet)– €
Lade Börsenpreise …
Übertrag über Mitternacht bringt–
2. Zyklus je Tag bringt–
Tage mit 1 / 2 Ladezyklen–
Tage mit Strom vom Vortag–
Zyklus Nacht → Morgen–
Zyklus Mittag → Abend–
Tage mit 2 Zyklen–
Umsatz (Verkaufserlös)–
− Einkauf (Spot + Aufschlag + Konzession)–
= Rohertrag–
− Verschleiß (kalkulatorisch, steuert den Fahrplan)–
= Handelsergebnis nach Verschleiß–
Rohertrag im gewählten Zeitraum–
Netzbezug / Einspeisung pro Jahr–
Vollzyklen pro Jahr–
Tage mit Handel–
Ø Marge je verkaufter kWh–
Ø Lade- / Entladezeit je Handelstag–

Wirtschaftlichkeit & Amortisation

Investition, Umsatz und Cashflow über die Lebensdauer — mit dem Rohertrag aus der Rechnung oben.

inkl. BMS, Container, Brandschutz
Leistungselektronik je kW Anschlussleistung
Netzanschluss, Installation, Planung
Wartung, Versicherung
Messstelle, Vermarktung, Software
was zuerst erreicht ist, gilt
Umsatz und Einkauf sinken damit jedes Jahr. Der Verschleiß-Satz aus der Rechnung oben wird hier nicht abgezogen — die Batterie ist schon als Investition enthalten.
Amortisation– Jahre
–
Investition gesamt–
Umsatz im 1. Jahr–
− Einkauf–
− Betriebskosten–
= Cashflow im 1. Jahr–
Lebensdauer–
Umsatz über die Lebensdauer–
Gewinn über die Lebensdauer–
Kapitalwert–
Rendite (interner Zinsfuß)–
Investition je ausgespeicherter kWh–

Kumulierter Cashflow (Investition bis Lebensende)

Startet bei minus der Investition; wo die Linie die Nulllinie kreuzt, ist die Anlage bezahlt. Jahr 1 = Rohertrag des gewählten Zeitraums, hochgerechnet auf 365 Tage.

Cashflow je Jahr

JahrUmsatzEinkaufBetriebCashflowkumuliert

Gewinn im Zeitverlauf

Kumuliertes Handelsergebnis nach Verschleiß im Zeitraum

Nach Monat

Lade …
Methodik. Je Kalendertag (Europe/Berlin) mit den Day-Ahead-Viertelstundenpreisen DE-LU; vor dem 01.10.2025 sind die Stundenpreise auf Viertelstunden verteilt. Optimal (Standard): Eine dynamische Optimierung über den ganzen Zeitraum entscheidet für jede Viertelstunde, ob Laden, Halten oder Verkaufen am meisten bringt. Sie beachtet den Ladestand, die Anschlussleistung und die zeitliche Reihenfolge. Ein Ladezyklus beginnt, sobald nach einem Verkauf wieder geladen wird; je Kalendertag sind 1 oder 2 erlaubt. Mit Übertrag darf Strom über Mitternacht im Speicher bleiben, wenn der nächste Morgen oder Abend mehr bringt als ein Verkauf am selben Abend. Ohne Übertrag ist der Speicher um Mitternacht leer. Die Zeilen „Übertrag bringt“ und „2. Zyklus bringt“ rechnen dafür jeweils die andere Einstellung mit. Gebucht wird am Tag des Zahlungsflusses. Feste Fenster: Zyklus 1 lädt nachts und verkauft morgens, Zyklus 2 lädt mittags und verkauft abends, jeder nur, wenn er sich lohnt; die Uhrzeiten sind einstellbar. Freie Paarung ist der Graustrom-Zweig „Sonstige DV“ aus dem DV-Rechner: ohne zeitliche Reihenfolge und deshalb eine Obergrenze. In allen Varianten wirkt der Wirkungsgrad auf die Verkaufsmenge und der Verschleiß auf jede verkaufte kWh.

Wirtschaftlichkeit. Umsatz ist der Verkaufserlös, Einkauf der Netzbezug inklusive Aufschlag und Konzession, Rohertrag die Differenz. Der Verschleiß-Satz steuert nur den Fahrplan (unter welcher Marge sich ein Zyklus nicht lohnt); in der Amortisation wird stattdessen die Investition angesetzt, deren Lebensdauer durch Jahre oder Vollzyklen begrenzt ist. Der Kapazitätsverlust senkt Umsatz und Einkauf jedes Jahr. Jahr 1 entspricht dem gewählten Preiszeitraum, hochgerechnet auf 365 Tage; künftige Preise können davon deutlich abweichen.

Grenzen. Die Day-Ahead-Preise sind vollständig bekannt (Perfect Foresight). Für den Folgetag stehen sie um 13 Uhr fest, für den Übertrag über mehrere Tage ist das eine optimistische Annahme. Der Ladestand ist auf ein Raster von etwa einer Ladeviertelstunde gerechnet. Nicht enthalten: Intraday- und Regelenergie-Erlöse, Direktvermarkter-Entgelt, Messstellen- und Grundkosten, Degradation über den Verschleißsatz hinaus, Steuern auf den Gewinn. Unverbindliche Schätzung, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

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